Gruß an die Gruppe >October 15 Solidarity< in Aotearoa (Neuseeland)

liebe Freund_innen, liebe Genoss_innen,

wir (www.MAUS-Bremen.de) haben von den politischen Angriffen gegen euch erfahren und wir versuchen, die Situation in Aotearoa und speziell eure Situation aufmerksam zu verfolgen.

Wir haben uns über eure Grussbotschaft für die Demonstration gegen Repression und gegen den kapitalistischen Normalzustand am 15.12.07 in Hamburg sehr gefreut und sie wurde auf der Auftaktkundgebung vorgetragen und wurde dort mit solidarischem Beifall aufgenommen.

Wir selbst sind Mitarbeiter_innen eines freien Instituts, die von staatlicher Repression in den letzten Jahren mehrfach betroffen waren. Sei es im Rahmen des Widerstandes gegen Atommülltransporte und gegen AtomenergieProduktion oder zuletzt im Rahmen des Widerstandes gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. So wurden am 09.05.07 auch unsere Geschäftsräume und die Wohnräume eines Mitarbeiters durchsucht und diverse Materialien beschlagnahmt und erst vor wenigen Tagen, nach über 10 Monaten, wieder herausgegeben. Der $129a-Vorwurf (terroristische Vereinigung) wurde inzwischen zwar fallen gelassen, das Verfahren wird aber auf anderer Ebene weitergeführt.

Wir stimmen mit euch überein, dass sich diese Repression in Aotearoa oder in der BRD nicht isoliert verstehen lässt. Es sollen weltweit Bedingungen geschaffen werden, um die Neoliberalisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse und die kapitalistische Globalisierung möglichst ungestört vollstrecken zu können. Dazu wird versucht, jede emanzipatorische Idee und Praxis in Richtung Selbstbestimmung, Autonomie, Solidarität und Befreiung zu unterdrücken, Kommunikation zu zerstören, die Überwachung und Kontrolle aller Menschen zu perfektionieren und damit die Vereinzelung der Menschen voranzutreiben.

Der Terrorismusvorwurf ist da ein publikumswirksames Argument.

In diesem Kontext sehen wir auch die Repression gegen euch und euren Widerstand.

Dieser Entwicklung sollten wir durch globale Solidarität aller Unterdrückten und Ausgebeuteten dieser Welt entgegentreten. Und so sind wir sehr erfreut, dass es erste Kontakte in diese Richtung zwischen uns gibt.

Wir grüssen euch und umarmen euch in Solidarität und wünschen euch viel Kraft,

die Mitarbeiter_innen der Meßstelle für Arbeits- und UmweltSchutz Bremen
www.MAUS-Bremen.de
Bremen, 06.03.08

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